Philippe Artias (Feurs-Frankreich 1912 - Numana-Italien 2002).
Der junge Artias war ein sensibler, kränklicher Träumer.
Auf den ersten Blick wirkte er weder besonders hartnäckig, noch besonders entschlossen. Doch tatsächlich bewies er in seinem Leben, dass eine Kämpfernatur in ihm steckte, zunächst stach er im Sport, anschließend im Zweiten Weltkrieg in den Reihen der französischen Resistance hervor (nach Kriegsende wurde er für seine Verdienste und Tapferkeit ausgezeichnet).
In den 30er Jahren näherte er sich der Malerei, und zwar zu dem Zeitpunkt, als Picasso sich vom Kubismus löste und sich zunehmend der figürlichen Darstellung widmete (siehe dessen Werk die „Großen Badenden“ von 1928) und Matisse sein Gemälde „Der Tanz“ (1932) vollendete.
1945 stellte Artias in Paris zum ersten Mal einige fast abstrakte Werke aus (Aktgemälde und Landschaften).
Zum Umbruch in seinem Künstlerleben kam es jedoch 1948, als er Picasso traf und nach Vallauris zog, wo dieser wohnte, um ihm fünf Jahre als Freund für Gespräche und Studien zur Seite zu stehen.
Artias sagte später: „Das Leben von Picasso gesehen zu haben war für mich die beste Malstunde“.
Artias war zudem mit Pignon befreundet und widmete sich, inspiriert von Picasso, der Porträtmalerei und der Keramik.
Mitte der 50er Jahre wandte sich Artias wieder dem Landschaftsthema zu, später der Aktmalerei und schließlich der Akt-Landschaftsmalerei, die es ihm erlaubte, die sich kontinuierlich verändernde Natur mit den sich in ihr bewegenden menschlichen Wesen verschmelzen zu lassen.
Diese Werke waren in der Schweiz und in Paris zu sehen.